Nichts mit fröhlicher Geburtstagsparty für den Oldie
Duje Miljak kassiert mit dem ThSV Eisenach II eine 25:30 (9:11) -Heimniederlage gegen den HC Glauchau/Meerane
Duje Miljak, der einstige Eisenacher Bundesligaspieler, half in der Vorsaison zum Aufstieg des ThSV Eisenach II in die Regionalliga des Mitteldeutschen Handballverbandes mit. In dieser Saison unterstützt der Linkshänder das Team um Spielertrainer Qendrim Alaj, damit der Klassenerhalt gelingt. Auch an seinem 42. Geburtstag lief der Hüne im wichtigen Heimspiel gegen den HC Glauchau/Meerane auf. Doch es wurde nichts mit einer fröhlichen Geburtstagsparty. Der ThSV Eisenach II kassierte eine 25:30 (9:11) -Heimniederlage gegen einen direkten Mitkonkurrenten um den Ligaerhalt. Eine schier unterirdische Torwurfquote gab den Ausschlag. Ein 42-Jähriger bei den Gästen aus dem Landkreis Zwickau hatte seinen Anteil. Ludek Kylisek, der 42-jährige Keeper, parierte 19 Bälle. Qendrim und Armend Alaj brachten gleich 5 Siebenmeter - und mehrfach auch die Nachwürfe – nicht an ihm vorbei. Der Oldie krönte seine Leistung mit einem Treffer zum 16:19 aus dem eigenen Kreis in den verwaisten Eisenacher Kasten (43.). An Duje Miljak hat es nicht gelegen, dass der ThSV Eisenach II, eine Woche nach dem Punktgewinn in Staßfurt, zwei wichtige Punkte hergab. Der Routinier rackerte im Deckungsinnenblock, instruierte immer wieder seine Nebenleute. Das Zusammenspiel mit dem Torhüter klappte dennoch nicht wie gewünscht.
Aus der Gästekabine, in der am Vorabend noch der bedepperte THW Kiel nach dem Punktverlust saß, drangen nach dem Abpfiff Freudengesänge. „Bei uns hat nahezu alles gepasst, in der Abwehr und im Angriff. Aus einer famosen Mannschaftsleistung ragte noch unser Keeper heraus. Im Angriff haben wir gute Chancen herausgespielt und diese weitgehend genutzt. Wir alle sind stolz auf diese Leistung und die ganz wichtigen zwei Punkte“, erklärte David Kylisek, der Coach des HC Glauchau/Meerane.
Unterirdische Wurfquote
„Obwohl wir die bessere Mannschaft waren, haben wir verloren. Wir erspielten uns beste Torchancen, doch mit nahezu 30 Fehlwürfen ist kein Sieg zu erringen. Mit der zunehmenden Zahl an Fehlwürfen ging unser Selbstvertrauen verloren. Versenken wir die Siebenmeter, gewinnen wir wahrscheinlich. Unmittelbar nach Wiederanpfiff gleichen wir den 9:11-Pausenrückstand aus, können das Momentum aber nicht nutzen. Es schien der Glaube an den Sieg zu fehlen. Leider kam heute von den Rängen nicht die erhoffte Unterstützung, sprang kein Funke von der Tribüne auf das Parkett über, um die Halle einzuheizen“, beschrieb Qendrim Alaj den Samstagabend aus seiner Sicht. Der „Killerinstinkt“ habe gefehlt. Diese Niederlage müsse schnell raus aus den Köpfen, die Vorbereitung auf das nächste Spiel, die sicherlich deutlich schwierigere Aufgabe bei der HG Köthen, stehe nun im Focus, so Qendrim Alaj. „Nach dem 12:12-Ausgleich zu Beginn der zweiten Halbzeit verwerfen wir wieder in Serie, geraten wieder in Rückstand. Aber auch in der Abwehr erreichen wir nicht den erforderlichen Zugriff. Wir probierten verschiedene offensive Abwehrformationen, die gewünschten Ballgewinne gelangen nicht“, konstatierte der junge Linkshänder Marec Stupka.
Siebenmeter-Dilemma
Der ThSV Eisenach II startete mit Ardit Ukaj auf Links- und Armend Alaj auf Rechtsaußen, Ole Gastrock-Mey, Jannes Rehm und Julius Brenner im Rückraum, Conrad Ruppert am Kreis und Bastian Freitag im Tor. Duje Miljak kam für Abwehraufgaben. Einem unkonzentrierten ThSV Eisenach II unterliefen gleich 4 Ballverluste. Die Gäste „dankten“ mit Treffern zum 0:4 (7.). Bis zur 17. Minute gelangen dem ThSV Eisenach II gerade einmal 3 Treffer (3:7). ThSV-Keeper Bastian Freitag fischte einen Siebenmeter-Heber herunter (10.) doch wenig später scheiterte Qendrim Alaj vom Strich und beim Nachwurf (12.). Der Torwart-Oldie parierte hernach alle Strafwürfe der Gastgeber! Dem ThSV Eisenach II unterliefen haarsträubende Fehler. Nach Jannes Rehm und Julian Rothhämel kam mit John Katzwinkel der dritte Mittelmann. Er stand nun gemeinsam mit seinem auf Linksaußen eingewechselten Bruder Leif Katzwinkel auf dem Parkett. Nach üblem Foul an Leif Katzwinkel war für Tobias Piller, der kurz zuvor zum 7:11 getroffen hatte, die Partie vorzeitig beendet (Disqualifikation, 27.). Nachdem Armend Alaj zwei Minuten vorher per Strafwurf am Gäste-Keeper gescheitert war, brachte auch Qendrim Alaj das Leder vom Strich nicht unter. Verantwortung beim Siebenmeter zu übernehmen, dafür habe anderen die „Eier gefehlt“. Conrad Ruppert (vom Kreis) und der die gegnerische Abwehr leichtfüßig ausmanövrierende John Katzwinkel netzten zum 9:11 ein (29.). Ein Pausenstand, der alles offenließ.
Momentum nicht genutzt
Nach Wiederanpfiff glichen Armend Alaj und Leif Katzwinkel zum 11:11 aus (32.). Nach Foulspiel an seinem Bruder hatte Qendrim Alaj den Führungstreffer auf der Hand, brachte das Leder aber erneut nicht am Torwart-Routinier der Gäste vorbei. Marec Stupka egalisierte die folgende Gästeführung (12:12/ 34.). Gelingt nun die Wende? Mitnichten! Bei Würfen von Außen vernagelte Keeper Ludek Kylisek schier seinen Kasten. Er blieb ruhig stehen und parierte die Bälle. Verunsichert verloren die Eisenacher mehrfach das Leder. Der HC Glauchau/Meerane traf per Gegenstößen zum 16:21(43.). Qendrim Alaj versuchte mit einer Auszeit und taktischen Veränderungen entgegenzuwirken. Er selbst sowie Ole Gastrock-Mey und Julius Brenner besetzten die Rückraumreihe. Ein Verkürzen des Rückstandes gelang zunächst nicht. Der Versuch eines Kempa schlug fehl. Der ThSV Eisenach II stellte auf eine 4:2-Deckung um, mit Marec Stupka und Ardit Ukaj vorgezogen. Der Gästecoach reagierte mit einer Auszeit. Ole Gastrock-Mey verkürzte auf 19:23 (49.). Der Beginn einer Aufholjagd? Nein! Armend Alaj scheiterte vom Siebenmeter-Strich, visierte wenig später das Holz an. Nach dem 20:24 (Stupka/ 53.) und 21:24 (Ruppert/54.) sorgten Nico Cornelius, Jannes Kreutz und Tim Drechsel mit ihren Treffern zum 21:27 für die Entscheidung (57.).
Statistik
ThSV Eisenach: Freitag, Büchner; Brenner (3), Rehm, Ukaj (2), Stupka (2), Ruppert (3), Schlotzhauer, Miljak, Gastrock-Mey (2), Cech, A, Alaj (5), L. Katzwinkel (1), Rothhämel (1), Q. Alaj (3/1), J. Katzwinkel (3)
HC Glauchau/Meerane: Kylisek (1); Poschbeck; Poppitz (5), Ludwig (7), Schmidt (1), Esche (4), Cornelius (4), Piller (1), Drechsel (1/1), Kreutz (4/1), Schürer (1), Ivanchenko (1), Naumann
Siebenmeter: ThSV II 1/6 – HC Glauchau/Meerane2/3
Zeitstrafen: ThSV II 2 x 2 Min. – HC Glauch/Meerane 4 x 2 Min., Disqualifikation Piller (27.)
Schiedsrichter: Rose/Michel
Zuschauer: 202
Th. Levknecht
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