Simone Mengon mit Mega-Halbzeit: ThSV holt zwei Punkte in Potsdam!
Am Mittwochabend waren die Bundesliga-Handballer des ThSV Eisenach beim Tabellenschlusslicht VfL Potsdam zu Gast! Die Wartburgstädter fuhren einen ungefährdeten 31:26-(14:10)-Sieg ein und stehen nun bei 14 Pluszählern aus 14 Spielen!

Für einen Potsdamer bedeutete die Begegnung ein schnelles Wiedersehen mit seinen Ex-Kollegen: Rückraumspieler Dustin Kraus war im Saisonverlauf aus der Wartburgstadt in die Hauptstadt Brandenburgs zurückgekehrt. Am Mittwochabend war er einer von drei erfolgreichsten Werfern im roten Dress, erzielte genau wie Klein und Orlov fünf Tore.
Doch den Spielstand eröffnete ein Eisenacher: Simone Mengon, unter der Wartburg zum italienischen Nationalspieler gereift, besorgte das erste Tor der Partie, machte wenig später beim 1:4-Treffer schon sein drittes (8.). Beim Stand von 3:5 gelang Eisenachs Schlussmann Matija Spikic dessen erste Parade der Partie, gegen Dustin Kraus (11.). Fast nicht zu glauben, wie er zu Spielbeginn auftrumpfte, doch Simone Mengon besorgte die Tore sieben, acht, neun und zehn, vier Treffer in Folge (13.-19.)! Die Potsdamer bekamen den flinken und durchsetzungsstarken Italiener einfach nicht zu packen.
Daraufhin meldete sich Spikic so richtig in der Partie an, parierte in Minute 20 doppelt, kurz darauf nochmal gegen Kreisläufer Josip Simic, der auf seiner angestammten Position freistehend zum Wurf kam (22.). Nachdem jener Simic eine Zwei-Minuten-Strafe aufgebrummt bekam, traf Gian Attenhofer aus halblinker Position zum 8:13 zugunsten der Gäste (26.). Torreich waren die ersten 30 Minuten zwischen Potsdam und Eisenach nicht, beim Stand von 10:14 ging es zum Pausentee.
6:1-Lauf bringt Eisenach auf die Siegerstraße
Nach dem Seitenwechsel machte der ThSV kurzen Prozess mit seinem Gastgeber, setzte sich mit einem 6:1-Lauf ab, den Gian Attenhofer kurz vor der 40-Minuten-Marke mit einem Doppelschlag veredelte. Malte Donker machte zielstrebig und wild entschlossen das 13:21 (41.), brach zwei Minuten später auf seiner halblinken Seite zum 15:22 durch. Dustin Kraus antwortete im direkten Gegenzug, wurde mit einem die offensive Deckung brechenden Anspiel gefunden, zog mit langen Schritten zum Eisenacher Kasten. Beim 18:26 setzte Fynn Hangstein den freien Peter Walz am Kreis in Szene, der das Leder unter Torwart Martin Tomovski hinweg ins Netz drehte (48.). Philipp Meyer traf neun Minuten vor Schluss nach einem Gegentreffer per Anwurf, in Minute 56 hob Potsdams Simic den Ball über Spikics Kopf hinweg zu einem seiner vier Torerfolge. Nach Ablauf der Spielzeit traf Filip Vistorop mit dem letzten Freiwurf gegen die Potsdamer Mauer zum 26:31-Endstand.
„Sehr vieles hat gut geklappt“ – Fazit
Eisenachs Chefcoach Misha Kaufmann lobte nach dem Spiel seine „sehr gute Defensive. Matija hat uns sehr geholfen, indem er einige freie Bälle weggenommen hat. Wir wollten sehr offensiv spielen, Potsdam gar nicht ins Spiel lassen. Ich glaube, wir haben verdient gewonnen.“ Sonderlob vom Schweizer erhielt der mit neun Treffern beste Eisenacher, Simone Mengon: „Simone hat es in der ersten Halbzeit herausragend gemacht, mit viel Tiefe. Aufgrund des intensiven Programms, das vor uns leigt, haben wir Simone und Marko in den letzten Minuten etwas geschont.“
Linksaußen Ivan Snajder hielt sich kurz und knapp: „Wir haben einen starken Angriff gespielt, hatten eine gute Tiefe im Spiel. Auch ‚Spiki‘ war super, heute hat einfach sehr vieles sehr gut geklappt.“
„Wir haben in der ersten Halbzeit zu viele Zweikämpfe verloren“, arbeitet Dustin Kraus die Niederlage gegen seinen ehemaligen Klub auf. „Wir haben freie Bälle weggelassen, die wir zum Rankommen gebraucht hätten. Zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde der Abstand einfach zu groß, der ThSV ist der verdiente Sieger für dieses Spiel.“
… hat aber kaum Zeit zum Durchatmen oder gar zum Feiern. Schon am Samstag kommt mit dem TVB Stuttgart der nächste Gegner, dem der ThSV Eisenach, dann in heimischer Halle, die Punkte abringen will.
J. Gante
Statistik
1. VfL Potsdam: Tomovski, Ferjan; Hansson, Simic (4), Paulnsteiner, Kofler (2), Schramm, Günther (1), Klein (5), Akakpo (2), Orlov (5/1), Gorpishin, Fuhrmann (1), Kix (1), Schley, Kraus (5)
ThSV Eisenach: Spikic, Heinevetter; Vistorop (2), Reichmuth (1), Capric, Hangstein (3/3), Attenhofer (4), Walz (2), Mengon (9), Grgic (4), Meyer (3), Maric, Donker (3), Kurch, Snajder, Saul
Siebenmeter: Potsdam 1/2 – Eisenach 3/3
Zeitstrafen: Potsdam 5 x 2 Min. – Eisenach 4 x 2 Min.
Schiedsrichter: Schulte/Tönnies
Zuschauer: 1.850
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