ThSV-Nachwuchs bekommt derzeitige Grenzen im MHV-Spielbetrieb aufgezeigt
B-Jugend mit klarer 25:38-Niederlage beim HBV Jena, A-Jugend unterliegt in heimischer Halle dem SC DHfK Leipzig II 31:34
Es war nicht das Wochenende des ThSV Eisenach. Fast alle Mannschaften, bis auf die C-Jugend (40:18-Erfolg über den SV Petkus Wutha-Farnroda), kassierten Niederlagen. Im Thüringenderby der Regionalliga der B-Jugend des Mitteldeutschen Handballverbandes unterlagen die ThSV-Talente beim HBV Jena klar mit 25:37 (12:18). Im MHV-Pokal der A-Jugend zogen die ThSV-Youngster in heimischer Halle gegen den SC DHfK Leipzig mit 31:34 (12:19) den Kürzeren. Eine Aufholjagd im zweiten Abschnitt blieb ohne Happy End.
Jena war klar die bessere Mannschaft
Nur mit kleinem Kader in Jena angereist, Kolja Pascalicchio steht u.a. auf der Verletztenliste, fiel im Spiel frühzeitig auch noch Jakob Sonntag verletzt aus. Personelle Alternativen auf der Bank waren rar. „In der Abwehr haben wir die 1 gegen 1-Duelle nicht gewonnen“, konstatierte ThSV-Coach Mark Dragunski. „Wir hatten einige gute Phasen, aber der HBV Jena war an diesem Tag klar besser“, fügte der Ex-Nationalspieler, seit dem Sommer Nachwuchskoordinator des Traditionsvereines von der Wartburg, hinzu.
Nach dem 3:4 (9.), Fynn Beutler hatte getroffen, übernahmen die Gastgeber das Kommando, zogen auf 9:4 (15.) davon. Sie strahlten Torgefahr von allen Positionen aus. Torhungrig zeigten sich die Jenenser auch im zweiten Abschnitt. Louis Körber netzte beim 25:15 (36.) zu erstmaligen 10-Tore-Führung ein. Esteban Villoldo, Finn Mämpel und Yannick Rahn behaupteten sich einige Male für den ThSV Eisenach. Die Gastgeber zogen freilich souverän ihre Kreise bis zum 37:25-Endstand.
Statistik
ThSV-B-Jugend in Jena: F. Schiertz; Beutler (3), Heinlein (1), Sonntag, Grob (1), Villoldo (4), Talarski (1), Rahn (6), Mämpel (7), Meier (1/1), Mras (1)
Zeitstrafen: HBV Jena 6 x 2 Min. – ThSV Eisenach 5 x 2 Min.
Siebenmeter: HBV Jena 1/1 – ThSV Eisenach 1/1
Schiedsrichter: Liebscher/Lieske
Zuschauer: 50
Nach der Pause das Potential gezeigt
Im MHV-Pokalspiel der A-Jugend gegen den SC DHfK Leipzig II zeigte der ThSV Eisenach zwei Gesichter. Die ThSV-Talente agierten während der ersten 30 Minuten zu verhalten, zu respektvoll. „In den Zweikämpfen fehlte die Aggressivität“, merkte ThSV-Coach Mark Dragunski an. Die DHfK-Youngster, mit dem Ex-Eisenacher Jakob Thiele im Tor, waren von Beginn auf Betriebstemperatur. Nach dem Siebenmeter-Treffer von Tim Nothum zum 4:3 (9.) zogen die Gäste ein druckvolles Angriffsspiel auf, schlossen konsequent zum 4:11 (16.) und 7:15 (22.) ab. Zu zaghaft, die Angriffsbemühungen der Eisenacher. In der Abwehr bekamen sie gegen die Gäste keinen Zugriff. Die hohe Zahl an Gegentoren (19) bis zur Halbzeitsirene belegt das.
ThSV-Coach Mark Dragunski schien in der Halbzeitpause die richtigen Worte gefunden zu haben. Seine Schützlinge gingen mit Aggressivität in die Zweikämpfe. Die Gäste staunten. „Ja, wir haben eine Reaktion gezeigt“, stellte Mark Dragunski erfreut fest. Yann Schiertz, Joel Juhnke und Tim Nothum hatten einen höheren Gang eingelegt. Die Abwehr packte zu. Der ThSV Eisenach verkürzte Treffer um Treffer. Joel Juhnke wuchtete zum 23:26 (45.) und 24:26 (48.) ein. Die Leipziger wankten. Aber auch nach dem 26:28 (55.) fiel der Anschlusstreffer nicht. Die Leipziger behaupteten ihre Führung. Beim 31:34 ertönte die Sirene.
Statistik
ThSV-A-Jugend: F. Schiertz, Mignot; Kryeziu (2), Nothum (9/5), Oelschläger (3), Heinlein (1), Y. Schiertz (6/1), Ohnesorge, Villoldo, Juhnke (8), Lange (2), Namyslo, Knoth, Leinhos
Zeitstrafen: ThSV Eisenach 1 x 2 Min. – SC DHfK Leipzig II 3 x 2 Min.
Siebenmeter: ThSV Eisenach 6/7 – SC DHfK Leipzig II 7/8
Schiedsrichter: Göhring/Neumann
Zuschauer: 117
Th. Levknecht
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