Trainer Mark Dragunski trotz des Sieges angesäuert
ThSV-A-Jugend siegt 40:31 (19:18) über den Nordhäuser SV, der Coach übt jedoch harsche Kritik und lobt die Gäste aus der Rolandstadt

Die A-Jugend startete als erstes Team des ThSV Eisenach in Punktspiele des neuen Kalenderjahres. In der Regionalliga des Thüringer Handballverbandes wurde der Nordhäuser SV am Ende klar mit 40:31 (19:18) bezwungen. Der ThSV Eisenach hatte sein stärkstes Aufgebot zur Stelle, führt verlustpunktfrei (10:0 Zähler) die Tabelle an.
ThSV-Trainer Mark Dragunski zeigte sich nach den 60 Minuten angesäuert. „Respekt und Anerkennung gilt den Gästen aus Nordhausen, die alles reingehauen haben, all das gezeigt haben, was wir haben vermissen lassen“, fand Mark Dragunski klare Worte mit Blick auf Einstellung und Zielstrebigkeit. Der Ex-Nationalspieler sprach von einem der schwächsten Spiele seines Teams. „Das war nicht der Handball, den ich mir vorstelle und fordere“, fügte Mark Dragunski hinzu.
Nicht im Wettkampfmodus
In der Startformation mit Vincent Oelschläger auf Links- und Emil Heinlein auf Rechtsaußen, Yann Schiertz, Joel Juhnke und Tim Nothum im Rückraum, Felix Ohnesorge am Kreis und Lukas Mingram im Tor fand der ThSV Eisenach nicht in den Wettkampfmodus. Die Gäste agierten hochmotiviert. Frühzeitig (4.Min.) schickte Mark Dragunski mit Louis Kryeziu einen 4. Rückraumspieler auf das Parkett, verzichtete auf den klassischen Kreismitte-Spieler. Yann Schiertz traf zum 5:3 (7.), musste zwei Minuten später aber verletzt vom Parkett. Felix Ohnesorge nahm wieder seine Stammposition am Kreis ein. Ballstafetten zu Linksaußen Vincent Oelschläger waren beim ThSV Eisenach angesagt, die dieser zumeist erfolgreich abschloss. Beim ThSV Eisenach fehlte jedoch der Biss im Angriff und in der Abwehr. Die Nordhäuser manövrierten den sonst so stabilen Eisenacher Deckungs-Innenblock aus, trafen zum 7:8 (14.), lagen auch beim 10:11 (18.) vorn. Alexander Namyslo besetzte beim ThSV Eisenach die Kreisposition. Die mit viel Engagement und Ehrgeiz aufspielenden Nordhäuser bejubelten beim 14:16 (22.). nach Treffern von Jeremy Helbing (insgesamt 9 Tore) und Til Liesegang (insgesamt 8 Tore) gar ein 2-Tore-Plus. Ein Torwartwechsel hatte sich beim ThSV Eisenach zu diesem Zeitpunkt (noch) nicht ausgezahlt. Louis Kryeziu kurbelte das Angriffsspiel des ThSV Eisenach an, startete selbst in die Nahtstellen der Gäste-Abwehr. ThSV-Keeper Jules Mignot blieb Sieger im Siebenmeter-Duell (26.), Vincent Oelschläger glich per Tempogegenstoß zum 18:18 aus (27.). Nach Regelwidrigkeit am nachsetzenden Vincent Oelschläger verwandelte Tim Nothum den fälligen Siebenmeter zur schmeichelhaften 19:18-Pausenführung.
Eine Viertelstunde im ICE-Modus
Mit deutlich mehr Elan kehrten die ThSV-Talente aus den Kabinen zurück. Keeper Jules Mignot wurde ein Faktor, parierte in Serie, wurde mit 12 Paraden notiert. Der Angriff lief auf Hochtouren, herausgespielte Torchancen wurden konsequent genutzt. Über Rechts- und Linksaußen vollendeten Emil Heinlein (insgesamt 7 Treffer) und Vincent Oelschläger (insgesamt 10 Treffer), Louis Kryeziu narrte leichtfüßig die Nordhäuser Abwehr, überzeugte als Spielgestalter, bediente Emil Heinlein zum 23:19 (35.), Tim Nothum versenkte zum 27:21 (41.). Der ThSV-Zug hatte Fahrt aufgenommen, ließ sich (zunächst) auch von einer Auszeit der Nordhäuser nicht bremsen. Joel Juhnke, Emil Heinlein und Louis Kryeziu erhöhten auf 31:22 (44.). Aus dem ICE wurde wieder ein Regionalzug. Die Nordhäuser steckten keineswegs den Kopf in den Sand, schlossen ihre Angriffszüge wieder erfolgreich ab, stockten ihre Trefferausbeute auf. Jeremy Helbing lupfte das Leder nach einem Konter zum 26. Nordhäuser Treffer ins ThSV-Gehäuse (32:26/ 50.). Die Eisenacher wechselten durch. Yannick Rahn, Marten Lange und Tobias Knoth kamen, trugen sich noch in die Torschützenliste ein. Lukas Mingram kehrte ins ThSV-Gehäuse zurück, wusste sich nun auszuzeichnen. Emil Heinlein besorgte per Heber das 38:29 (57.). Alexander Namyslo besorgte den Treffer zum 40:31-Endstand.
Statistik
ThSV Eisenach: Mignot, Mingram; Kryeziu (6), Nothum (5/1), Oelschläger (10), Heinlein (7), Y. Schiertz (1). Ohnesorge, Villoldo (1), Juhnke (6/2), Rahn (1), Lange (1/1), Namyslo (1/1), Knoth (1)
Nordhäuser SV: Siebold, Spaar; Schmidt, Pährisch, Stäter (2), Liesegang (8/1), Chowanietz (5/1), Helbing (9), Klawe (1), Zyrus, Holodniuk (2), Jäger, Willerbach, Stille (4)
Siebenmeter: ThSV Eisenach 5/5 – Nordhäuser SV 2/3
Zeitstrafen: ThSV Eisenach 3 x 2 Min. – Nordhäuser SV 3 x 2Min.
Schiedsrichter: Lucy Reukauf/Marco Schülken
Zuschauer: 40
Th. Levknecht
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