Unser Team will den erneuten Sieg über GWD Minden

Ostwestfalen mit den Ex Eisenachern Malte Donker und Niclas Heitkamp stehen mächtig unter Erfolgsdruck/ ThSV Eisenach mit froher Kunde aus der HBL-Zentrale

Tillman Leu trifft beim Heimsieg über GWD Minden - sportfotoseisenach

Frohe Kunde für den ThSV Eisenach am Mittwoch aus der HBL-Zentrale!  Der Traditionsverein von der Wartburg erhielt, wie alle 36 Clubs der 1. und 2. Handballbundesliga, die Lizenz für die Saison 2026/2027. Geschäftsführer René Witte erklärte: „Ich möchte mich von ganzem Herzen bei unseren Sponsoren, unseren Gesellschaftern und unseren Fans bedanken und freue mich über alle Maßen, dass wir die Lizenz auch für die neue Saison erhalten haben!“

Der ThSV Eisenach feierte in dieser Saison schon zwei Siege über GWD Minden. Im DHB-Pokal hieß es für die Wartburgstädter am 01.10.2025 im Auswärtsspiel 28:25, um Punkte am 24.10.2025 in heimischer Halle 33:28. Nun steht das dritte Aufeinandertreffen zum 29. Spieltag der DAIKIN Handballbundesliga an. GWD Minden empfängt am Freitag, 24.04.2026 um 19.00 Uhr das Team von der Wartburg. Die Partie wird in der Kampa-Halle Minden ausgetragen, seit Februar dieses Jahres wieder Heimspielstätte von GWD Minden. Über einen langen Zeitraum fanden die Heimspiele in der Kreissporthalle Lübbecke statt. Mit den Rückraumspielern Malte Donker und Niclas Heitkamp sowie Co-Trainer Evars Klesnik werden drei ehemalige Eisenacher auf dem Spielprotokoll erscheinen. Meldungen aus Schwaben zufolge, soll Malte Donker auf dem Einkaufszettel bei der Shopping-Tour des TVB Stuttgart für die nächste Saison stehen…

ThSV Eisenach muss Ausfall von Dominik Solak kompensieren

Der ThSV Eisenach hatte zwei Wochen Zeit, die deftige 26:35-Heimniederlage gegen die TSV Hannover-Burgdorf aufzuarbeiten. Geblieben ist der 8-Punkte-Vorsprung auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Der torgefährliche Rückraum-Linke Dominik Solar, erst nach der EM gekommen, zog sich in der ersten Halbzeit der Partie gegen die Niedersachsen eine Fraktur des linken Daumens zu. Der tschechische Nationalspieler wurde inzwischen von einem Handspezialisten in Bonn operiert. Über die Ausfallzeit konnte der ThSV Eisenach noch keine konkreten Angaben machen. Eisenachs Coach Sebastian Hinze fehlt dadurch eine wichtige personelle Alternative für den Angriff und die Abwehr. Oskar Joellson wird die Hauptlast im linken Rückraum zu tragen haben. Vukasin Antonijevic dürfte längere Einsatzzeiten bekommen.  Bis auf Dominik Solak und die langzeitverletzten Jannes Schneibel und Aleksandar Caprik werden alle anderen Spieler des ThSV Eisenach am Freitagabend zur Verfügung stehen. Der zu Wochenbeginn seinen 27. Geburtstag feiernde Justin Kurch wird wohl ebenfalls zu längeren Einsatzzeiten kommen.

GWD Minden braucht dringend einen Doppelpunktgewinn

GWD Minden steht mächtig unter Erfolgsdruck, rangiert mit 12 Punkten auf dem 16. Tabellenplatz, mit gerade einem Zähler Vorsprung auf den 17. und ersten Abstiegsplatz, den die HSG Wetzlar belegt. Die Ostwestfalen haben sich im Januar noch mit dem ehemaligen U 21-Weltmeister Mika Sajenev verstärkt, Der 21-jährige Kreisläufer kam von Zweitligist HSG Nordhorn-Lingen.  Für GWD Minden ist es ein sogenanntes Muss-Spiel. GWD Minden muss beide Punkte einfahren, um Abstand zu den Abstiegsplätzen zu halten.  Entsprechend heiß werden sie in die Partie gehen, alles in die Waagschale werfen. Das werden wir natürlich auch tun, um unser Polster zu den gefährdeten Rängen nicht nur zu behaupten, sondern dieses auch auszubauen“, erklärt Eisenachs Kapitän Peter Walz. Dieser rechnet mit einem Kampfspiel. Am 10.Dezember des Vorjahres, beim 30:29 über den HC Erlangen, bejubelte GWD Minden den letzten Sieg. Schmerzlich die 31:33-Heimniederlage Mitte März gegen die HSG Wetzlar. Punktgewinne gelangen beim 26:26 in Hannover, 28:28 in Göppingen und 32:32 im Heimspiel gegen den TVB Stuttgart. Im jüngsten Auswärtsspiel bei der MT Melsungen wurde lange mitgehalten, erst nach dem 25:25 in der 50. Minuten musste man abreißen lassen. Das Restprogramm hat es für GWD Minden in sich: Heimspiele gegen Eisenach, Bergischen HC und THW Kiel, Auswärtsspiele in Lemgo, Gummersbach und Leipzig. „In den letzten zwei Jahren sind wir sehr stark gewachsen, sind ein harmonisches Gebilde. Wir stehen die gesamte Saison über den Strich und das wird auch nach dem letzten Spieltag so sein. Wir haben gezeigt, jedes Team der Liga ärgern und punkten zu können. Ich sage klipp und klar, GWD Minden gehört in die 1. Handballbundesliga“, erklärt Niclas Heitkamp. Der sich ab dem Sommer einer neuen sportlichen Herausforderung stellen wird und GWD Minden verlässt. Optimismus verbreitet auch Kapitän Malte Donker. „Wir holen am Freitag 2 Punkte, gehen damit gestärkt ins Restprogramm, bleiben auf Kurs Klassenerhalt“, so der erst im Sommer vergangenen Jahres vom ThSV Eisenach zu GWD Minden gewechselte Linkshänder. „Am Ende muss für uns ein Tor mehr auf der Anzeigetafel stehen. Wer in Kiel punktet, wie kürzlich der ThSV Eisenach, das ist schon eine Hausnummer. Wir kennen die Stärken vom ThSV Eisenach, wissen aber auch, dass ihnen zumeist ein paar technische Fehler zu viel unterlaufen, sie sich dadurch selbst ein Bein stellen. Wir müssen eine gute Abwehr stellen, den Eisenachern das Leben schwer machen, wir dürfen keine Tore über die erste oder zweite Welle kassieren. Wir müssen unsere Angriffe so abschließen, damit Torhüter Matija Spikic kein Faktor wird“, konkretisiert Malte Donker die Planungen für den Freitagabend. „Malte hat nicht ganz unrecht. In den Spielen, die wir verloren haben, sind uns zu viele technische Fehler unterlaufen. Wir arbeiten intensiv daran, das zu minimieren. Am Freitagabend wollen wir zeigen, dass wir diesbezüglich besser geworden sind“, erklärt Eisenachs Kapitän Peter Walz.

Gute Noten bei GWD Minden erhielt zuletzt der 2,08 Meter großen Keeper Malte Semisch. Der erfolgreichste Werfer von GWD Minden, Rückraumspieler Ian Weber, rangiert mit 101 Toren auf dem 42. Platz der Torjägerliste der Liga. Eisenachs Felix Aellen findet sich in dieser Tabelle mit 148 Toren auf Platz 15 wieder.

Das sagt Aaron Ziercke, Trainer von GWD Minden: „Von den Ergebnissen gegen Wetzlar und Hamburg sind wir maximal enttäuscht, haben dann aber auch gegen Mannschaften wie Flensburg und Melsungen gezeigt, dass nicht viel fehlt. Dementsprechend sind wir zuversichtlich, dass wir am Freitag die ersten zwei Punkte in der KAMPA-Halle holen können. Auch die Mannschaften unten in der Tabelle sind enger zusammengerückt, sodass die Punkte für uns eminent wichtig, wenn nicht sogar Pflicht sind. Wir müssen uns auf viele taktische Varianten von Eisenach einstellen, denn diese sind sowohl in der Abwehr als auch im Angriff sehr flexibel. Ihr Hauptziel, den Klassenerhalt, haben sie quasi schon erreicht. Von daher fehlt ihnen nur noch der Auswärtssieg, weshalb sie hoch motiviert sein werden. Das kann uns aber relativ egal sein, denn wir wollen unser Spiel durchdrücken und die beiden Punkte zu Hause behalten.“

Tickets

Eintrittskarten sind am Freitag ab 17.30 Uhr an der Tageskasse der Kempa Halle erhältlich.

Th. Levknecht

Aus handball-world:

GWD Minden verfolgt Einspruch wegen nicht gegebenen Tores im Spiel bei der MT Melsungen - "Verpflichtung, diesen Schritt zu gehen"

In der 7. Spielminute der Partie der Handball-Bundesliga zwischen der MT Melsungen und GWD Minden hatte Mindens Rückraumspieler Philipp Vorlicek beim Stand von 4:1 für Melsungen den Ball rechts unten ins Tor geworfen. "Danach rutschte der Ball unter dem hinteren Tornetz aus dem Tor heraus", schildert der DHB die weitere Entwicklung. "Das Schiedsrichter-Gespann entschied zunächst korrekterweise auf Tor für Minden. Weil der Ball aber nicht im Tor liegen blieb, nutzten die Schiedsrichter den Videobeweis, um die Szene zu überprüfen. Dabei wählte das Schiedsrichter-Gespann für die Überprüfung der Szene die Bilder einer seitlichen Torlinien-Kamera, anstatt die Bilder der Kameras, die links und rechts oben im Tor platziert sind. Aus dieser Perspektive war nicht zu erkennen, dass der Ball die Torlinie überquert hatte, weshalb die Unparteiischen den Treffer zurücknahmen", so der DHB. Der Verband schreibt selbst von einem "Schiedsrichterfehler" und führt aus:  "Der Videobeweis hat technisch funktioniert, die Wahl der Kameras war ein Fehler des Schiedsrichter-Gespanns. Der Blickwinkel der seitlichen Torlinien-Kamera war so ungünstig, dass die Schiedsrichter den falschen Eindruck hatten, der Ball sei ans Außennetz gegangen. Daher entschieden sie fälschlicherweise auf kein Tor mit Spielfortsetzung Abwurf Melsungen."

GWD Minden hatte nach dem Spiel vorsichtshalber einen ordnungsgemäßen Einspruch angemeldet und diesen nun fortgeführt, fristgerecht Einspruch gegen die Wertung der Partie eingelegt.  "Uns wurde ein klares Tor aberkannt. Das war eine eindeutige Fehlentscheidung", hatte Mindens Geschäftsführer Nils Torbrügge gegenüber dem Mindener Tageblatt erklärt. Am Ende unterlag Minden mit 28:32, doch Torbrügge ist sich sicher: "Dieser Treffer war durchaus maßgeblich für den Spielverlauf. Es ist unsere Verpflichtung, diesen Schritt zu gehen." Und darauf kommt es bei einem erfolgreichen Protest an. Minden muss darlegen, dass der nicht anerkannte Treffer auch spielentscheidend gewesen sei, heißt es auf handball-world.

Wie ein Sprecher des Klubs auf Nachfrage von handball-world nun mitteilte, geht es auch um Klarheit für die Zukunft in der Handball-Bundesliga. Möglicherweise wird dann auch im Sommer auf der Ligatagung sämtlicher Klubs darüber diskutiert.

"Letztlich handelt es sich bei den Vereinen im Profihandball in der Regel um Wirtschaftsunternehmen, für die - wie im konkreten Fall von GWD Minden - jedes Tor und jede Entscheidung, die Einfluss darauf hat, in welcher Liga ein Klub spielt, eine erhebliche sportliche und wirtschaftliche Bedeutung haben", heißt es von Vereinsseite unabhängig vom Ausgang des Verfahrens.

Ein Tor kann im Abstiegskampf entscheiden

Anders als in den meisten anderen Handball-Ligen - und auch im Bereich des Deutschen Handballbunds unterhalb der HBL - entscheidet bei Punktgleichheit am Ende nicht der direkte Vergleich, sondern eben die Tordifferenz. Vor den letzten sechs Partien der Saison hat GWD Minden auf Rang 16 in der Tabelle der DAIKIN Handballbundesliga, noch einen Zähler Vorsprung auf den Vorletzten HSG Wetzlar und zwei auf Schlusslicht SC DHfK Leipzig. In der Tordifferenz ist GWD Minden mit minus 140 im Hintertreffen gegenüber Wetzlar (minus 113) und Leipzig (minus 129).

 

 

 

 

 

 

Felix Aellen beim Torwurf im Heimspiel gegen GWD Minden im Oktober des Vorjahres - sportfotoseisenach
Im linken Rückraum gefordert: Oskar Joelsson, hier beim Heimspiel gegen GWD Minden - sportfotoseisenach
Peter Walz trifft im Oktober 2025 gegen GWD Minden - sportfotoseisenach