Wartburg-Cup: Rückblick auf den 2. Turniertag
SC Magdeburg auf bestem Weg zum Turniersieg beim Wartburg-Cup - Elbestädter bezwangen den ThSV Eisenach mit 34:21/ Skanderborg Handbold auf Augenhöhe mit dem TBV Lemgo Lippe
Mit einem bunten Familienfest wurde der zweite Tag des diesjährigen Wartburg-Cups eingeläutet. Besonders die jungen Besucher tummelten sich bei vielerlei Aktionen auf dem Freigelände vor der Werner-Aßmann-Halle.
Der SC Magdeburg bezwang dann in der Halle beim von der Firma Kötter Security präsentierten Wartburg-Cup 2025 den gastgebenden ThSV Eisenach mit 34:21 (16:10) und befindet sich auf bestem zum erneuten Turniersieg. Die Elbestädter bejubelten am ersten Turniertag bereits ein 34:28 über den TBV Lemgo Lippe, treffen am heutigen Sonntag auf Skanderborg Handbold. Das Team von Skanderborg Handbold lieferte dem TBV Lemgo Lippe einen packenden Fight. Der deutsche Erstbundesligist hatte bei der Sirene mit 30:28 (14:12) knapp die Nase vorn.
Skanderborg Handbold bietet dem TBV Lemgo Lippe Paroli
Das Team von Skanderborg Handbold und der TBV Lemgo Lippe lieferten sich einen Fight auf Augenhöhe! Nach dem Vortagessieg über den ThSV Eisenach agierten die Dänen von Beginn selbstbewusst, führten nach einer Viertelstunde 6:5. Bei den Lipperländern humpelte Jan Mudrow verletzt vom Parkett. Mit Tim Sutton und Lukas Hutecek nun im Rückraum drehte der TBV Lemgo Lippe auf. Skanderborg unterliefen mehrere Fehler. Der TBV Lemgo Lippe verwandelte den Rückstand in eine 10:6- und 12:7-Führung (21./24.). Da traf selbst Torhüter Urh Kastelic ins dänische Gehäuse. Skanderborg Handbold setzte nun konsequent auf das 7 gegen 6. Mit Erfolg! Die Angriffszüge wurden erfolgreich abgeschlossen. Skanderborgs Keeper meisterte einen Siebenmeter von Samuel Zehnder (28.). Sekunden später markierte Jeppe Cieslak von Linksaußen den 12:13-Anschlußtreffer für Skanderborg Handbold.
Auch nach dem Seitenwechsel setzten die Dänen konsequent auf das taktische Mittel des 7 gegen 6, boten dem TBV Lemgo Lippe Paroli. Die Eisenacher Zuschauer zeigten sich ausgesprochen angetan vom Auftritt der Skanderborger, die immer wieder zum Anschlusstreffer einnetzten, wie beim 18:19 (41.), 20:21 (46.) 25:26 (53.). In Simon Sejr und Magnus Petersen wussten sie zwei gute Keeper als Rückhalt. Ein Raunen ging durch die Halle, wenn „Fackeln“ vom Emil Laerke im Kasten des TBV Lemgo Lippe zappelten. Mehrere Anläufe auf den Ausgleichstreffer blieben allerdings erfolglos. Sebastian Henneberg traf zum 26:27 (54.). TBV-Schlussmann Urh Kastelic verhinderte den Ausgleichstreffer der Dänen. Die Schützlinge von Florian Kehrmann schlossen in den darauffolgenden Minuten durch Nicolai Theilinger, Leve Carstensen und James Faust konsequent zum 26:30 ab (57.). Mehr als Ergebniskosmetik gelang Skanderborg Handbold nicht. Beide Teams wurden mit ganz viel Beifall verabschiedet.
Statistik: Skanderborg Handbold – TBV Lemgo Lippe 28:30 (12:14)
Skanderborg: Sejr, Petersen; Kristjansson (3), Vilsbrik, Madsen, Henneberg (2), Larke (4), Bonefeld (1), Balling (1), Cieslak (2), Hansen (5), Soggard (4), Kaalung (2), Christensen, Olson (4)
TBV Lemgo Lippe: Möstl, Kastelic (1); Hutecek (2), Theilinger (1), Zehnder (3/3), Mudrov, Simak (1), Schagen, Castensen (5), Nyifäll (4), Suton (2), Willecke (3), Versteijnen (4), Wagner, Faust (4)
Siebenmeter: Skanderborg 0 – TBV Lemgo Lippe 3/4
Zeitstrafen: Skanderborg 3 x 2 Min.- TBV Lemgo Lippe 1 x 2 Min.
Schiedsrichter: Christian vom Dorff/ Fabian vom Dorff
Champions-League-Sieger
Der „große Bruder“ des ThSV Eisenach, der Champions-League-Sieger SC Magdeburg, wurde mit stehenden Ovationen im Thüringer Handballtempel begrüßt. Im Gegensatz zum Vortag, die Eisenacher starteten mit viel Biss, sehr zur Freude ihres Anhanges. Trainer Sebastian Hinze begann mit Vincent Büchner auf Links- und Gian Attenhofer auf Rechtsaußen, Vukasin Antonijevic, Felix Aellen und Stephan Seitz im Rückraum, Tillman Leu am Kreis und Silvio Heinevetter im Tor. Der Routinier im Eisenacher Kasten wurde gleich gefeiert, parierte er einen Wurf von Außenspieler Lukas Merten und sogar einen Siebenmeter von Omar Magnusson. Die Magdeburger, mit Magnus Saugstrup und Oscar Bergendahl im Deckungszentrum, bremsten das Angriffsspiel der Gastgeber aus. SCM-Coach Bennet Wiegert ließ zunächst mit Lukas Merten auf Links- und Daniel Pettersson auf Rechtsaußen, Philipp Weber, Gisli Kristjansson und Omar Ingi Magnusson im Rückraum, Magnus Saugstrup am Kreis und Sergey Fernandez im Tor spielen. Eine Weltklasse-Aufstellung! Die Elbestädter dominierten auch von Beginn, trafen zum 5:1 (12.). Kurz darauf stoppte Oscar Bergendahl Eisenachs Spielmacher Felix Aellen mit völlig überzogenem Foulspiel und sah folgerichtig die rote Karte (14.). Die Magdeburger waren gezwungen, ihren Deckungs-Innenblock umzustellen, besetzten diesen nun mit Tim Zechel und Elvar Örn Jonsson. Eisenacher Ballverluste bestrafte der SC Magdeburg zum 4:11 (20.). Fynn Hangstein verwandelte einen an Vukasin Antonijevic verwirkten Siebenmeter zum 5:11 (20.). Der ThSV Eisenach spielte nun mit Fynn Hangstein, Vukasin Antinijevic und Stephan Seitz im Rückraum. Linkshänder Stephan Seitz suchte den direkten Weg zum Tor, versenkte nach einer Körper-Finte zum 10:15 (30.).
Der ThSV Eisenach veränderte mit Beginn der zweiten Halbzeit. Matija Spikic besetzte die Torhüterposition, Max Beneke kam im Rückraum, Moritz Ende und Timothy Reichmuth auf den Außenpositionen. Die Magdeburger forcierten das Tempo, nutzten ihre individuellen Qualitäten. Den Eisenachern fehlten die Ideen, um die Magdeburger Abwehr ins Wanken zu bringen. Was dennoch auf das Tor kam, wurde eine Beute von Keeper Sergey Hernandez. Die Elbestädter trafen rasch zum 12:25 (40.). Bei ihnen lief es rund. ThSV-Coach Sebastian Hinze versuchte es im 7 gegen 6, brachte Peter Walz und Philipp Meyer im Angriff. Beim 13:28 (45.) hatten die Magdeburger eine 15-Tore-Führung herausgeworfen. Kurz drauf kam Nachwuchstorhüter Willi Lücke ins Magdeburger Gehäuse, parierte gleich zwei Bälle und wurde von der lautstarken SCM-Fanschar gleich gefeiert. Eisenachs Abwehr vermochte SCM-Angriffszüge nur auf Kosten von Siebenmetern zu stoppen, die Omar Magnusson (insgesamt 7 Treffer) sicher verwandelte, wie beim 15:32 (52.). Es spricht für die Thüringer, sie fighteten um jeden Torerfolg. Felix Aellen traf zum 18:33. Peter Walz legte das Leder zu Moritz Ende ab, der zum 19:33 versenkte. Fynn Hangstein (insgesamt 6 Treffer) und Moritz Ende besorgten mit ihren Toren den 21:34-Endstand.
Mit langanhaltendem Beifall dankten die Zuschauer für ein gutklassiges „Bruderduell“. Bennet Wiegert, der Coach des SC Magdeburg, zeigte sich recht zufrieden mit dem Stand der Vorbereitung, zu dem auch die Turnierteilnahme in der Wartburgstadt gehörte.
Statistik: ThSV Eisenach – SC Magdeburg 21:34 (10:16)
ThSV Eisenach: Spikic, Heinevetter; Joelsson, Reichmuth (2), Beneke (1), Hangstein (6/3), Attenhofer, Walz, Ende (2), Allen (1). Meyer, Antonijevic (3), Seitz (3), Kurch, Büchner (1), Saul (2), Leu
SC Magdeburg: Hernandez (1), Lücke; Claar (1), Zechel (2), Kristjannson (4), Petterson (1), Magnusson (7/5), Hornke (2), Jonsson (4), Weber (3), Lagergren (2), Mertens (3), Saugstrup (4), O`Sullivan, Barthold
Siebenmeter: ThSV Eisenach 3/3 – SC Magdeburg 5/6
Zeitstrafen: ThSV Eisenach 3 x 2 Min. – SC Magdeburg 1 x 2 Min., Rot Bergendahl (14.)
Schiedsrichter: Marvin Cesnik/Jonas Konrad
Heute, Sonntag, 17.08.2025 spielen:
13:00 Uhr / SC Magdeburg - Skanderborg Handbold
Schiedsrichter: Christian vom Dorff/Fabian vom Dorff
Einlaufkinder
Skanderborg: Wartburgensemble
SC Magdeburg: ThSV/Petkus
15:30 Uhr / ThSV Eisenach - TBV Lemgo Lippe
Schiedsrichter: Marvin Cesnik/ Jonas Konrad
Einlaufkinder:
ThSV Eisenach: HSG Suhl
TBV Lemgo Lippe: Thüringer HC
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