Wir gratulieren unserem neu gewählten Vereinsvorstand!
Der Aufstiegskapitän von 1997 ist der neue Präsident des ThSV Eisenach - Vereinsikone Jürgen „Bongo“ Beck steht an der Spitze des Vereinsvorstandes aus neuen und bisherigen Mitgliedern / Nach 9 Jahren kandidierte Shpetim Alaj nicht wieder/ Zusammenhalt beschworen
Jürgen Beck ist der neue Präsident des ThSV Eisenach e.V. Er übernimmt den Staffelstab von Shpetim Alaj, der nach knapp 9 Jahren an der Spitze des Vereins nicht wieder kandidierte. Das beschloss die Mitgliederversammlung des ThSV Eisenach e.V. Jürgen Beck führte im Alter von 38 Jahren den von Rainer Osmann trainierten ThSV Eisenach im Jahr 1997 als Kapitän in die 1. Handballbundesliga. Auch nach dem Ende seiner Karriere blieb er dem ThSV Eisenach verbunden, sprang als Interimstrainer ein, bezwang währenddessen mit dem Team den THW Kiel, wirkte im Aufsichtsrat mit, war mit der Traditionsmannschaft ThSV / Motor Eisenach zu vielerlei Festivitäten gern gesehener Gast. Nun steht die inzwischen 66-jährige Vereinsikone an der Spitze des Vereinsvorstandes.
Im neuen Vorstand des ThSV Eisenach e.V. wirken bisherige und neue Mitglieder mit. Vizepräsident ist weiterhin Peter Krauß (64 Jahre, Geschäftsführer). Dem geschäftsführenden Vorstand gehören Till Bitterlich (49 Jahre, Principal Consultant SoftwareONE Deutschland GmbH), Enrico Dubel (43 Jahre, Organisationsleiter DEBEKA). Julia Grabow (32 Jahre, Referentin im Thüringer Justizministerium) und Christian Grob (48 Jahre, Geschäftsstellenleiter DEBEKA) an. Dr. Markus Jahnecke (57 Jahre, Kardiologe und Sportmediziner) und Dr. Rene Kliebisch (42 Jahre, Richter) wurden in den erweiterten Vorstand gewählt. In diesem wirken auch Ronny Oelschläger (49 Jahre, Geschäftsstellenleiter ThSV Eisenach e.V.) als von der Jugendversammlung gewählter Jugendwart und Cathleen Walther (44 Jahre, Krankenschwester) als Vertreterin der Rollstuhl-Handballer mit. Nicht mehr im ThSV-Vereinsvorstand sind Silvana Theuvsen, Roberto Gewalt, Bernd Fichtner und Thomas Levknecht. Letzterer wird sich aber weiterhin um die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit kümmern.
An alte Stärken wieder anknüpfen
„Die Marketing GmbH und der e.V. sind keine zwei verschiedene Welten mehr, sie sind zwei Seiten derselben Medaille“, dieser Satz von Dr. Rene Kliebisch brachte das klare Ziel der jüngsten Wochen auf den Punkt. Das Ende der Grabenkämpfe zwischen der Marketing GmbH und dem Verein wurde proklamiert. Über viele Monate war das blau-weiße Lager gespalten. Und das bei einem Traditionsverein in einer Kleinstadt, der über Jahrzehnte vom Zusammenhalt profitierte, die DNA von Motor Eisenach hochhielt. Mit der Neuwahl des Vorstandes und der Einbringung einer Satzungsänderung wurde für ein neues Miteinander ein wichtiger Baustein gelegt. „Wir haben in den vergangenen Monaten intensiv miteinander gesprochen. Wir haben Barrieren abgebaut und alte Hürden beiseite geräumt. Der Boden für einen echten Neuanfang ist jetzt bereitet“, betonte Dr. Rene Kliebisch. Auf diesen notwendigen und den ThSV Eisenach über Jahrzehnte prägenden Zusammenhalt hatte Alexander Nöthe, ehemaliges Vorstandsmitglied und Athletiktrainer, in einer verlesenen Botschaft hingewiesen: „Ich bin der tiefen Überzeugung, dass ohne eine gemeinschaftliche Basisausrichtung in Co-Existenz von Marketing GmbH und e.V. kein langfristiges Fundament gegeben ist, um sportlich und wirtschaftlich in einer so kleinen Region erfolgreich zu sein. Vom sportlich Verantwortlichen, über eine breite Akzeptanz in Politik und Wirtschaft, bis zum letzten ehrenamtlichen Helfer, der weit nach Spielende noch die Technik abbaut, wir brauchen Alle! Das haben mir meine unterschiedlichen Stationen im Leistungssport gezeigt.“
Verbindlichkeiten der Marketing GmbH werden abgebaut
Wirklich böse Überraschungen auf den Konten der Marketing GmbH nach der Trennung von Geschäftsführer René Witte blieben aber offenbar aus. „Die Marketing-GmbH läuft, die Stimmung im Team ist gut“, so Peter Krauß, der als Vizepräsident die Vereinsikone „Bongo“ Beck an die Spitze des Traditionsvereins lotste, über die Arbeit. Einige Verbindlichkeiten seien bereits beglichen, erklärte Peter Krauß. Allerdings musste der Etat für die neue Saison etwas gekürzt werden. Bisher wurden vier neue Spieler verpflichtet. „Doch die Mannschaft steht. Aus kaufmännischer Sicht werden wir den Spielbetrieb erfolgreich aufnehmen können“, sagte der Vize-Präsident, der als Gesellschafter das Bindeglied zwischen Verein und Hauptsponsoren bildet. Ralf Weber, Geschäftsführer vom Hauptsponsor „Mantos – Int. Food GmbH“, saß zur Mitgliederversammlung in der ersten Reihe, signalisierte, weiter an Bord zu bleiben.
„Klassenerhalt in der 1. Handballbundesliga – ganz großes Kino“
Trotz der Sommerferien waren über 100 Mitglieder und Gäste ins Foyer der Werner-Aßmann-Halle gekommen. Christoph Ihling (Oberbürgermeister der Stadt Eisenach), Michaael Brodführer (Landrat des Wartburgkreises), Stefan Scholz (Präsident des Thüringer Handballverbandes) und Michael Klostermann (Präsident des Kreissportbundes Wartburgkreis) würdigten die herausragende Rolle des ThSV Eisenach. Der ThSV Eisenach stehe für Mut, Kraft und Energie. Er könne auf Menschen setzen, die Verantwortung übernehmen, erklärte Christoph Ihling. „Es gilt die Förderung des Nachwuchses zu intensivieren, um die Jugendbundesliga als Unterbau zu erreichen“, so das Stadtoberhaupt. Natürlich informierte Christoph Ihling auch zur Wartburg-Arena: „2027 Rohbau, 2028 Ausbau und im Anschluss Einzug“, verbreitete er Optimismus. Dr. Michael Brodführer strich die Rolle der ehrenamtlichen Mitstreiter in allen Vereinen heraus, das Zusammenleben in Vereinen, Pflege von Werten, der Zusammenhalt. Der Landrat dankte ausdrücklich ThSV-Präsident Shpetim Alaj für dessen vielfachen Engagements. Er würdigte zugleich Ralf Weber, Günter Oßwald, Peter Krauß und Manfred Lindig. Der ThSV Eisenach präsentiere unsere Region überall in Deutschland. „Wo geht die Entwicklung unserer Region hin, wo stehen wir in 10 Jahren? Wir brauchen Leuchttürme. Der ThSV Eisenach kann diese Funktion für unsere Region, für ganz Thüringen übernehmen“, unterstrich Michael Brodführer. Für die Unterstützung des ThSV Eisenach stehe er als Landrat zur Verfügung. Als „ganz großes Kino“ bezeichnete Stefan Scholz, Präsident des Thüringer Handballverbandes, den souveränen Klassenerhalt des ThSV Eisenach in der 1. Handballbundesliga. In Sachen Sportinternat und Leistungsstützpunkt kündigte er die Fortsetzung zielführender Gespräche an. Auch Stefan Scholz dankte Shpetim Alaj für „respektvollen und wertschätzenden Umgang“. Der ThSV Eisenach sei als Einspartenverein bei den Mitgliederzahlen in die „Top Five“ aufgestiegen, informierte Michael Klostermann, Präsident des Kreissportbundes Wartburgkreis. Ausgesprochen schade sei es, dass die 2. Mannschaft wieder aus der Regionalliga des Mitteldeutschen Handballverbandes abgestiegen sei. Ein Wiederaufstieg müsse auf die Agenda gesetzt werden. „Das Fanprojekt ist eine wichtige Säule des ThSV Eisenach“, betonte Michael Klostermann.
Strukturveränderungen und neues Konzept
„Sportlich hatten wir das klare Ziel, den Klassenerhalt in der 1. Bundesliga mit einer weitgehend neu zusammengestellten Mannschaft zu schaffen. Allen Befürchtungen zum Trotz ist uns dies in beeindruckender Weise gelungen. Dafür möchte ich unseren Spielern, unserem Trainer Sebastian Hinze und dem gesamten Team meinen herzlichen Dank aussprechen“. Mit diesen Worten eröffnete Shpetim Alaj den Bericht des Präsidenten. „Wir alle wissen, dass unser Verein in den vergangenen Jahren enorm gewachsen ist. Doch schnelles Wachstum bringt auch Herausforderungen mit sich. Leider ist es uns nicht in allen Bereichen gelungen, diese Entwicklung optimal zu begleiten. Die Kommunikation mit der Geschäftsführung war zeitweise nicht zufriedenstellend und führte zu internen Problemen. Deshalb haben die Gesellschafter einstimmig beschlossen, Veränderungen einzuleiten. Ich bin sehr froh, dass Pater Krauß und Günter Oßwald in dieser schwierigen Phase Verantwortung übernommen haben und gemeinsam daran arbeiten, die entstandenen Probleme zu lösen“, erklärte Shpetim Alaj. Er zitierte Albert Einstein, „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch sie entstanden sind“ und verwies auf notwendige Strukturveränderungen und ein neues Konzept, „um unseren Verein zu modernisieren und gleichzeitig die notwendigen Kontrollmechanismen zu stärken“.
Sportinternat – Baustein für die Zukunft
Shpetim Alaj ging auf den Nachwuchsbereich, die gute Entwicklung des Sportinternates in Zusammenarbeit mit der Arbeiterwohlfahrt ein. „Das Sportinternat ist ein entscheidender Baustein für die Zukunft unseres Nachwuchses. Gleichzeitig verursacht es für uns als Verein monatliche Kosten von rund 9.000 €. Das wird dieses Projekt überhaupt realisieren können, verdanken wir der großartigen Unterstützung unserer treuen Sponsoren, insbesondere der Wartburg-Sparkasse, der evb, Zollservice Alaj und der VR-Bank sowie den zahlreichen Sponsoren, die unser Freund Daniel Rehm gewinnen konnte. Ihnen gilt unser aufrichtiger Dank“, so Shpetim Alaj. Als „absoluten Glücksfall“ bezeichnete er die Gewinnung von Ex-Nationalspieler Mark Dragunski als Nachwuchskoordinator und Trainer. Er dankte mit Nachdruck allen Ehrenamtlichen, ohne die der Trainings- und Wettkampfbetrieb nicht möglich sein.
Emotionale Schlussworte des scheidenden Präsidenten
Shpetim Alaj zitierte noch einmal Albert Einstein, einer der bedeutendsten Physiker der Wissenschaftsgeschichte und weltweit einer der bekanntesten Wissenschaftler der Neuzeit: „Halte dich von negativen Menschen fern, sie haben für jede Lösung ein Problem.“ Dann wurde es emotional. Shpetim Alaj wählte ganz persönliche Schlussworte: „Nach 32 Jahren Zugehörigkeit und ehrenamtlicher Tätigkeit in den unterschiedlichsten Funktionen ist für mich der Moment gekommen, Danke zu sagen. Danke an den blauesten und geilsten Verein der Welt. Für mich war der ThSV Eisenach vom ersten Tag an weit mehr als nur ein Handballverein. Es war Liebe auf den ersten Blick. Ich bin dankbar, glücklich und stolz, dass ich diesem großartigen Traditionsverein dienen durfte. Einmal ThSV Eisenach – Immer ThSV Eisenach.“ Langanhaltender Beifall brandete auf.
Den Werdegang von Shpetim Alaj hatte Thomas Levknecht in seinem Redebeitrag skizziert: „Shpetim Alaj kam mit seiner Familie vor den Kriegswirren in seiner Heimat flüchtend nach Deutschland, nach Eisenach. Schnell entdeckte er die Gemeinschaft ThSV Eisenach, half zunächst im Förderkreis um Günter Oppel. Stolz war er, nach der Gründung seiner Firma, sich im Sponsorenpool des ThSV Eisenach einzubringen. Er übernahm später mehrere Funktionen im Vorstand, führt seit 9 Jahren unseren Verein als Präsident. Er übernahm dieses Ehrenamt, als wir gerade in die 3. Liga abgestiegen waren. Ihm gelang es, mit Sead Hasanefendic eine Trainerikone nach Eisenach zu holen. Die Zerwürfnisse zwischen Marketing GmbH und e.V. kosteten ihm zuletzt viel Kraft. Nicht nur einmal wachte er deshalb des nachts schweißgetränkt im Bett auf.“
Finanzielles Defizit des Vereins zum Ende des Geschäftsjahres 2025
Roberto Gewalt, das für Finanzen zuständige Vorstandsmitglied, erstattete den Finanzbericht für das Geschäftsjahr 2025. Einnahmen in Höhe von 291.490,75 € stehen Ausgaben in Höhe von knapp 324.076, 04 € gegenüber. Das Defizit von 32.585,29 € wurde in 2026 durch die Begleichung offener Forderungen bereits ausgeglichen. Kosten für das Internat in Zusammenarbeit mit der AWO für dort wohnende junge Talente (ca. 60.000 €) und verschiedene Personalkosten (ca. 144.000 €) bildeten den Großteil der Ausgaben. Mitgliedsbeiträge (knapp 45.000 €), Geldspenden (nahezu 119.500 €) und Sponsoring/Werbeleistung (94.842 €) bildeten den Großteil der Einnahmen.
Jugendbundesligen erneut ohne ThSV Eisenach
In Vertretung des sich im Urlaub befindlichen Sportlichen Leiters Till Bitterlich erstattete Jugendwart Ronny Oelschläger den Bericht zur sportlichen Entwicklung. Im gemeinsam mit der AWO geführten Sportinternat wohnen 13 Jugendspieler, 8 davon aus Luxemburg. Der ThSV Eisenach führt in 5 Schulen (1. – 6. Klasse) und einer Kita Handball-AG’s durch. Im E-Jugend-Bereich sind über 30 Kinder in 2 Mannschaften im Spielberieb. Auch im D-Jugend-Bereich starteten zwei Teams. Eine wurde Vizemeister in Thüringen und nahm an der Bestenermittlung der Neuen Bundesländer in Dessau teil. Die C-Jugend beendete die Saison 2025/2026 auf dem 2. Platz der THV-Regionalliga. Auf Platz 5 der Regionalliga des Mitteldeutschen Handballverbandes schloss die B-Jugend die Saison ab. Hinter dem SC DHfK Leipzig II beendete die A-Jugend die Saison im MHV-Pokal auf dem 2. Platz, in der THV-Regionalliga auf Platz 1. In der Qualifikation zur A-Jugend-Bundesliga reichte Platz 2 im MHV-Turnier nicht zum Weiterkommen. Die B-Jugend schaffte es bis in die bundesweite Qualifikation, doch diese Hürde erwies sich als zu hoch. Die Jugendbundesligen der A- und B-Jugend der Saison 2026/2027 spielen ohne den ThSV Eisenach. Der eingeschlagene Weg unter Leitung von Mark Dragunski soll fortgesetzt werden, um im nächsten Jahr einen erneuten Anlauf zu starten. Die 2. Männermannschaft musste nach nur einem Jahr die Regionalliga Männer des Mitteldeutschen Handballverbandes wieder verlassen, geht in der kommenden Spielzeit in der Oberliga Thüringen an den Start. Die Blue Lions, die Rollstuhl-Handballer des ThSV Eisenach um Spielertrainer Bernd Fichtner, schlossen die Premierensaison der Rollstuhl-Handballbundesliga auf Platz 2 ab, wurden deutscher Vizemeister. Nach Ungereimtheiten beim eigentlichen Start in die neue Saison der Rollstuhl-Handballbundesliga wurde der erste Spieltag annulliert, geht es im August neu los.
Vereinsvorstand für das Geschäftsjahr 2025 Entlastung erteilt
Der Empfehlung der Kassenprüfer folgend, wurde dem Vorstand des ThSV Eisenach e.V. für das Geschäftsjahr 2025 von den 79 anwesenden stimmberechtigten Mitgliedern einstimmig Entlastung erteilt.
Nachwuchs-Trainer Julian Fömberg und Marco Reinhardt geehrt
Für ihr überaus engagiertes Wirken als Trainer im Nachwuchsbereich wurden Julia Frömberg und Marco Reinhardt mit kleinen Präsenten geehrt.
Jürgen Beck – 50 Jahre im Verein
Jürgen Beck, den alle nur Bongo (wie seinen Vater) rufen, kam 1976 als erfolgreicher Leichtathlet von der Sportschule des SC Turbine Erfurt nach Eisenach, schloss im Automobilwerk die Ausbildung zum Fahrzeugschlosser mit Abitur ab und widmete sich erst im Alter von 17 Jahren dem kleinen runden Leder. Frieder Singwald, mit Motor Eisenach im Jahr 1959 Deutscher Meister im Feldhandball der DDR, erkannte als Nachwuchstrainer die sportlichen Qualitäten von Jürgen Beck, förderte und forderte den Lockenkopf. Rasant die handballerische Entwicklung von Jürgen Beck, die ihn in die Mannschaft der Jugendoberliga und bereits 1977 in den Kader der Eisenacher Erstligamannschaft mit Hans-Joachm Ursinus als Trainer führte. Im Jahr 1985 wurde Jürgen Beck als einer von drei BSG-Sportlern – neben Holger Schneider aus Schwerin und Georg Rotenburger aus Aue – in den Kader der DDR-Nationalmannschaft berufen. Eine Sensation im DDR-Handball!
Mit der politischen Wende 1989/90 galt es für den Sport und Leistungssportler der ehemaligen DDR neue Wege zu beschreiten. Aus beruflichen Gründen zog es Jürgen Beck ins Hessische, nach Eschwege. Die Dienstleistungsfirma „Russek & Burkhard“ bot ihm ein berufliches Sprungbrett beim Aufbau einer Niederlassung der Firma in Eisenach. Als „Freundschaftsdienst“ spielte er mit einstigen Eisenacher Gefährten (Edmund Nositschka, Stefan Scheidt) beim unterklassigen TSV Eschwege. Im Jahr 1993 kehrte Jürgen Beck zu seinem Heimatverein unterhalb der Wartburg zurück. Rainer Osmann, der kurz zuvor einem Hilferuf aus Eisenach folgte (der Sturz in die Drittklassigkeit drohte), seine Handball-Zelte im hessischen Obersuhl abbrach und die Traineraufgabe beim ThSV Eisenach übernahm, überzeugte Jürgen Beck von der Rückkehr zum Verein ihrer Herzen. Jürgen Beck schaffte es, Beruf und Handball zu vereinen. Er kniete sich in beide Aufgaben. Die Firma „Russek und Burkhard“ erkannte das Potential des ThSV Eisenach, auch als exzellenter Werbepartner, und engagierte sich als Sponsor. Als es zu Beginn der Saison 1996/97 im Mannschaftsgefüge mächtig knisterte, übernahm Jürgen Beck Verantwortung, streifte sich die Kapitänsbinde über. Eine atemberaubende Serie von 53:1 Punkten ließ den ThSV Eisenach in die 1. Handballbundesliga aufsteigen. Jürgen Beck und Dietmar Aust, der Rechts- und der Linksaußen, beendeten mit dem Aufstieg ihre leistungssportliche Laufbahn.
Der neue Vorstand des ThSV Eisenach e.V.
Präsident:
Jürgen Beck, 66 Jahre, Maschinenbauer/ Ruheständler
Vizepräsident:
Peter Krauß, 64 Jahre, Geschäftsführer
Geschäftsführender Vorstand:
Till Bitterlich, 49 Jahre, Principal Consultant SoftwareONE Deutschland GmbH
Enrico Dubiel, 43 Jahre, Organisationsleiter DEBEKA
Juliaa Grabow, 32 Jahre, Referentin im Thüringer Justizministerium
Christian Grob, 48 Jahre, Geschäftsstellenleiter DEBEKA
Erweiterter Vorstand:
Dr. Markus Jahnecke, 57 Jahre, Kardiologe/Sportmediziner
DR. Rene Kliebisch, 42 Jahre, Richter
Kooptiertes Mitglied für die Abteilung Rollstuhlhandball
Cathleen Walther, 44 Jahre, Krankenschwester
Von der Jugendversammlung als Jugendwart gewählt:
Ronny Oelschläger, 49 Jahre, Geschäftsstellenleiter des ThSV Eisenach e.V.
Th. Levknecht
Vereinsnews
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