Unsere Zweite unterliegt am Ende bei der HSG Werratal mit 24:31

Wieder mit kleinem Kader lange mitgehalten

14.04.2019 - ThSV II
Sascha Kleint, der Ex-Werrataler, netzte für unsere Zweite 6 Bälle ein - Archivfotos

Es war wie so oft in dieser Saison, der ThSV Eisenach II hielt mit einem kleinen Trüpplein lange mit, um am Ende noch klar zu verlieren. So auch am Samstagabend im Sportzentrum Breitungen. Die gastgebende und noch mit der Bronzemedaille liebäugelnde HSG Werratal bezwang den ThSV Eisenach II am Ende klar mit 31:24 (14:13). Das Torhüterduell ging Unentschieden aus. Istvan Lengyel (HSG Werratal) und Sebastian Brand (ThSV Eisenach) parierten je 12 Bälle. Der Eisenacher Keeper wehrte drei Siebenmeter ab. Einen Rückraum-Kanonier wie Ivo Katic (11 Tore) hatte der ThSV Eisenach II nicht. Alle sechs Feldspieler der Wartburgstädter, darunter zwei A-Jugendliche, die nahezu die gesamte Distanz auf dem Parkett standen, trugen sich jedoch in die Torschützenliste ein. Der manchmal leicht übermotiviert wirkende Tom Kreutzer war mit 7 Treffern bester Werfer seines Teams.

 

„Wir haben als wieder einmal dezimierte Mannschaft gekämpft. Das muss unbedingt hervorgehoben werden“, erklärte Sascha Kleint. „Ab der 42. Minute fehlten uns Kraft und Cleverness, wir verloren mit unserer jungen Garde den Kopf“, fügte der selbst 6 Treffer markierende ThSV-Kapitän hinzu. Nach dem 20:17 (42.) kamen die Hausherren vielfach mit Spielzügen zum Kreis zum Torerfolg. Stanislav Panasenko (7 Treffer) stillte auf diese Weise seinen Torhunger. Die HSG Werratal zog auf 28:20 (54.) davon. Julian Rothämel hatte eingenetzt. „Mit unserer verbesserten Abwehrarbeit im Zusammenspiel mit dem Torhüter sorgten wir im zweiten Abschnitt für die Entscheidung. Uns zeichnete, wie so oft in dieser Saison, eine geschlossene Mannschaftsleistung aus. Respekt gebührt dieser kleinen und jungen Mannschaft des ThSV Eisenach II“, konstatierte Dejan Leskovcek, der Coach der HSG Werratal. Sein Kollege auf Eisenacher Seite, Matthias Meinl, monierte bei seinen Schützlingen das frühzeitige Abschließen der Angriffszüge. „Unsere junge Truppe war einfach nicht clever genug. Statt Spielfluss wurde es in 1:1-Aktionen versucht. In der Abwehr funktionierten in der Schlussviertelstunde die Absprachen überhaupt nicht mehr“, bilanzierte der Eisenacher Coach, stellte seinem Team für dessen Einsatzbereitschaft Lob und Anerkennung aus. Mit vorbildlicher Moral wehrten sich die Eisenacher bis zur Schluss-Sirene, hielten die Niederlage im einstelligen Bereich.

 

Als Ungemach drohte bewies der ThSV Eisenach II Charakter
Sebastian Brand war mehrfach zur Stelle - Archivfoto

Nach 8 Minuten sah es nach einem Debakel aus. Der Gastgeber führte vor über 300 Zuschauern mit 6:0. In ungewohnter Formation im Rückraum, mit dem 18-jährigen Julius Brenner, dem 21-jährigen Tom Kreutzer und dem 35-jährigen Philipp Emmelmann, brauchte der ThSV Eisenach II Zeit zur Findung. Als Tom Kreutzer in die Regierolle schlüpfte, nahm das Eisenacher Angriffspiel deutlich an Struktur und Torgefahr zu. „Bei meiner Mannschaft schien nach dem Feuerwehrstart Unterschätzung der Gäste einzuziehen. Ich hatte im Vorfgeld vor der guten Eisenacher Handballschule gewarnt“, erklärte Dejan Leskovsek. Die Eisenacher berappelten sich. Beim 8:6 durch Rechtsaußen Philipp Urbach (15.) waren sie wieder auf Tuchfühlung. Die Hausherren trafen sich zur Dienstbesprechung an der Bank, erhöhten kurz darauf auf 12:8 (23.). Die Gäste von der Wartburg, in Größe und Gewicht klar unterlegen, brachten ihre spielerische Komponente ein, wurden durch gelungene Paraden ihres Keepers Sebastian Brand angestachelt. Dieser kaufte dem frei vor ihm auftauchenden Dino Bacic das Leder ab (25.), blieb im Siebenmeterduell mit Torjäger Ivo Katic Sieger (26.). Tom Kreutzer und Philipp Emmelmann fanden sich zum Duett (27.). Tom Kreutzer schloss selbst beherzt ab, Sascha Kleint verwandelte einen an Julius Brenner verwirkten Siebenmeter zum 13:13 (29.). Stanislav Panasenko besorgte 17 Sekunden vor der Sirene die knappe Halbzeitführung der HSG Werratal.

 

HSG Werratal riss das Ruder an sich

Wiederbeginn zeichnet sich zunächst ein offener Schlagabtausch ab. Youngster Adrian Warlich (15:14, 32) und Philipp Urbach (17:16, 38.) trafen jeweils zum Anschlusstreffer der Eisenacher. dem 20:17 (42.) schwanden beim ThSV Eisenach II Kraft und Konzentration, wurde sich in Zweikämpfen gegen die robuste Abwehr der Hausherren aufgerieben. Die HSG Werratal riss das Ruder an sich, „zum verdienten Sieg“, wie Dejan Leskosvsek befand. Platz 3 und Bronze bleiben für ihn und sein Team in Reichweite.

 

Statistik

HSG Werratal : Lengyel, Smolny; Panasenko (7), Cetnik (4), Grobe, Rothämel (3), Hergt, Bacic (3), Ukaj (3), Katic (11/5), Lange, Tosino

 

ThSV Eisenach II : Brand, Noack; Brennner (3); Urbach (3), Warlich (2), Emmelmann (3), Kleint (6/2), Kreutzer (7/2), Ziehn, Hennig, Oelschläger

 

Siebenmeter : HSG Werratal 8/5 – ThSV Eisenach II 4/4

 

Zeitstrafen : HSG Werratal 5 x 2 Min. – ThSV Eisenach II 2 x 2 Min.

 

Schiedsrichter : Beyer/Wagner

 

Zuschauer : 310

 

Th. Levknecht