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ThSV Eisenach zahlt im Fränkischen Lehrgeld  

Wartburgstädter unterliegen beim HC Erlangen 23:28 (14:14) / Entscheidung in Nürnberg fiel erst in der Schlussphase 

Der 6. Spieltag führte Erstbundesliga-Aufsteiger ThSV Eisenach ins Fränkische, nach Nürnberg. Der HC Erlangen trägt in der Arena Nürnberger Versicherung seine Heimspiele aus. Für die Eisenacher Manuel Zehnder und Justin Kurch war es eine besondere Begegnung, spielen sie auf Leihbasis des HC Erlangen beim ThSV Eisenach. Die Wartburgstädter mussten auf die verletzten Jannis Schneibel und Marko Grgic sowie den erkrankten Alexander Saul verzichten.  

Mangelnde Torgefahr aus dem Rückraum war entscheidend für die 23:28 (14:14) -Niederlage. Eine starke Abwehrleistung fand keine Fortsetzung im Angriff. „Wir haben uns selbst ein Bein gestellt. Überzahlphasen vermochten wir nicht zu nutzen. Letztendlich zahlte unsere junge Mannschaft Lehrgeld. Die Gastgeber erzielten eine Vielzahl ihrer Treffer über Gegenstöße. Im Positionsangriff hatte Erlangen erhebliche Probleme“, konstatierte ThSV-Coach Misha Kaufmann. Seine Crew erarbeite sich ihre Torchancen vielfach über den Kreis. Die Hausherren vermochten diese Angriffszüge vielfach nur auf Kosten von Strafwürfen zu stoppen, die Ivan Snajder sicher verwandelte. Eisenachs Rückraum wurde immer wieder zu Würfen aus ungünstigen Positionen gezwungen. Bis zur 54. Minute war der Ausgang der Partie völlig offen (24:22). Erst im Schlussgang profitierten die Franken von einer Vielzahl Eisenacher Fehler und trafen noch zum den Spielverlauf nicht wiederspiegelnden 5-Tore-Sieg. Erfolgreichster Werfer für den ThSV Eisenach war vor 4.034 Zuschauer Ivan Snajder mit 8 Treffern. 

Die Eisenacher, mit Matija Spikic im Tor beginnend, starteten couragiert. Im Rahmen seiner eingeschränkten personellen Möglichkeiten setzte ThSV-Coach Misha Kaufmann auf einen Abwehr- und Angriffswechsel. Philipp Meyer und Timothy Reichmuth kamen in der Abwehr. Im Rückraum agierten zunächst Niclas Heitkamp, Manuel Zehnder und Malte Donker, später kam auch Simone Mengon. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase (5:5, 10.) setzten die Eisenacher erfolgreiche Nadelstiche, trafen durch Manuel Zehnder, Justin Kurch und Ivan Snajder (2) zum 5:9 (14.). Das rief Erlangens Coach Hartmut Mayerhoffer auf den Plan. Sein Team initiierte immer wieder Angriffszüge zur Rechtsaußenposition, von wo Hampus Olsson bis zur Pause 7 Bälleversenkte. Die Wartburgstädter verloren die Treffsicherheit der Auftaktviertelstunde. Der erkrankte Linkshänder Alexander Saul wurde schmerzlich vermisst. Manuel Zehnder, auf dessen Schultern viel lastete, brachte zwei Strafwürfe nicht unter. Ivan Snajder scheiterte zweifach von Linksaußen. Auch wenn der ins ThSV-Gehäuse eingewechselte Dominik Plaue einen Steinert-Siebenmeter parierte, die Franken schlossen ansonsten resolut ab (13:13, 27.). Deren Führungstreffer glich Manuel Zehnder zum 14:14 – Pausenstand aus. 

Die zweite Spielhälfte begann mit einer unnötigen Zeitstrafe und drei Eisenacher Ballverlusten, die die Gastgeber zur 17:14-Führung nutzten. Die Wartburgstädter berappelten sich, fanden wieder zu ihrer Linie. Nach dem 17:17 (Willy Weyhrauch, 38.) wurde es eine Partie auf Augenhöhe, deren Entscheidung erst in der Schlussphase fiel. Der Erstligaaufsteiger von der Wartburg vermochte sich letztendlich nicht zu belohnen.  

Th. Levknecht 

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Manuel Zehnder beim Torwurf - Foto Wolfgang Zink
Malte Donker - Foto Wolfgang Zink
Niclas Heitkamp - Foto Wolfgang Zink